Die versteckten Kosten hinter schlechtem Design

Welche Interessen vertritt ein Webdesigner?

„Das passt nicht in unser Budget.“

„Dafür haben wir keine Ressourcen.“

Diese und ähnliche Aussagen haben alle Webdesigner im Laufe ihres Bestehens zu genüge gehört.

Ja, es ist sogar Teil der Karriere eines jeden Designers. Und gleichzeitig ein großer Konflikt, denn er kämpft ständig für:

  • die Verbesserung eines Produktes,
  • die Interessen des Kunden und
  • für die Bedürfnisse der Verbraucher.

Kein leichter Job.

  • Wie also diese Ziele mit geringen Ressourcen erreichen?
  • Was hat das alles mit den Kosten für schlechtes Design zu tun?
  • Wann sind diese Kosten am stärksten zu spüren und von wem?

Dies sind Fragen, die es wert sind, untersucht und verstanden zu werden, um zu begreifen, warum Designer für gutes Design kämpfen.

Gutes Webdesign ist viel mehr als hübsches Aussehen

Jeder Designer erinnert sich an die Lehrer und Dozenten, die zu mehr „Harmonie“, „Gleichgewicht“ und „Hierarchie“ beim Erstellen von Entwürfen aufforderten. Auf diese Weise wurde vermittelt, dass man sich um gutes Design bemühen sollte.

Was die Dozenten aber tatsächlich verlangten war die Anwendung bestimmter Regeln und Gesetzmäßigkeiten, wie die Vermeidung von Reizüberflutungen, die Einhaltung des Weißraums oder die Beachtung der Farbtheorie.

All das sind, obgleich wichtig, oberflächliche Aspekte von gutem Design. Wenn es jedoch um die Kosten von schlechtem Design geht, spielt etwas ganz anderes die entscheidende Rolle. Nämlich, das Verständnis für den Endverbraucher und die ihm vermittelten Inhalte.

Schlechtes Webdesign ist verschenktes Potenzial

Die Antwort auf die Frage, was der Endnutzer genau braucht und wie man ihm dies benutzerfreundlich zur Verfügung stellt, ist ausschlaggebend, um die Popularität eines Produktes oder einer Dienstleistung zu erhöhen oder zu verschlechtern. Spart man also am Design, entgeht einem im gleichen Zug der Gewinn durch zu geringe Popularität.

Was bringt einem das schnellste Auto, wenn man das Gaspedal nicht findet?

Was bedeutet eigentlich "Usability"?

Um die Bedürfnisse der Nutzer zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, was Usability ist und wie diese in jedes Produkt oder Design einfließt. Usability ist ein Maß dafür, wie gut ein bestimmter Benutzer in einem bestimmten Kontext ein Produkt bzw. Design nutzen kann, um ein definiertes Ziel effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.


David McQuillen, ehemaliger Schweizer Banker, hat es da schon verständlicher ausgedrückt

¹ Bei Usability geht es um das menschliche Verhalten. Usability erkennt an, dass Menschen faul sind, emotional werden und nicht daran interessiert sind, viel Aufwand zu betreiben, um z.B. eine Kreditkarte zu bekommen, und generell Dinge bevorzugen, die einfach zu tun sind, im Gegensatz zu denen, die schwer zu tun sind.
- David McQuillen

Was ist die Aufgabe, um die es geht? Und wie effizient kann der Benutzer diese Aufgabe mit Ihrem Produkt erledigen?

Am Ende des Tages ist es das, was über das Schicksal Ihres Produktes und dessen Design auf dem freien Markt entscheidet.

Versuchen Sie, den Usability-Gedanken in Gebäude, Callcenter, Formulare und Produkte zu bringen. Es ist gesunder Menschenverstand: Wenn Ihr Unternehmen einfacher zu bedienen ist als das Ihrer Konkurrenten, werden die Leute eher bereit sein, mit Ihnen Geschäfte zu machen. Ein benutzerfreundliches Unternehmen ist ein wettbewerbsfähigeres Unternehmen.
- David McQuillen

Fazit: Inmitten der rasenden Entwicklung und der immer größer werdenden Erwartungen ist es sehr wichtig den Wert von gutem Design zu erkennen und über die wahren Kosten und Auswirkungen, die sich hinter schlechtem Design verstecken, im Klaren zu sein. Nichts, was schnell gemacht wird, ist von Dauer.

1). David McQuillen in "Taking Usability Offline" Darwin Magazine, Juni 2003

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Beitrag vom 11.07.2021

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